Traditionelle europäische Medizin

 

Bei einer Vielzahl von Beschwerden lässt sich die Traditionelle Europäische Medizin erfolgreich anwenden. Sei es durch blutiges oder unblutiges Schröpfen, Aderlass, Eigenbluttherapie oder verschiedene Arten der Massage.

Auch hier geht man – ähnlich der Neuraltherapie – auf die über die Oberfläche des Körpers verteilten Reflexzonen ein. Mit verschiedenen Techniken soll der Stoffwechsel reguliert, angeregt oder entlastet werden, was sich wiederum aus naturheilkundlicher Sicht auf die zugehörigen Organe auswirkt.

Grundsätzlich sind das durchwegs sehr etablierte Standardmethoden der Naturheilkunde, die sich oft schon seit vielen Jahrhunderten bewährt habe, aber wie zum Beispiel die Eigenbluttherapie neue wissenschaftliche Deutungen erfahren.

 

Unblutiges Schröpfen

In Schröpfgläsern wird entweder durch Feuer oder mit Hilfe einer Saugpumpe ein Unterdruck erzeugt, der die Haut, auf die sie gesetzt werden, ansaugt. Es entsteht punktuell eine starke Stoffwechsel- und Durchblutungsanregung.

 

Blutiges Schröpfen

Zur Entlastung des Gewebeareals und dadurch auch des zugehörigen Organs wird die Haut etwas eingeritzt und im Anschluss mit einem Schröpfglas bedeckt. Mit Hilfe des Unterdrucks, der im Schröpfglas entsteht, werden die Schlackenstoffe aus dem Körperinneren in das Glas gesaugt.

Schröpfen gehört zu den Standarddisziplinen der Naturheilkunde und wird seit altersher in verschiedenen Kulturkreisen ausgeübt. Wie andere tradierte Naturheilverfahren ist das Schröpfen aber kaum durch wissenschaftliche Studien belegt. Hier fehlt wohl auch das Interesse an wissenschaftlicher Absicherung.

 

Aderlass

Vor allem bei latentem, noch nicht therapiebedürftigem Bluthochdruck, aber auch bei Blutarmut wird diese Methode angewandt. Es wird in regelmäßigen Abständen (alle paar Wochen) eine angepasste Menge an Blut entnommen.

Auch der Aderlass kommt aus der Schulmedizin und wurde dort bis zur Entwicklung der Apparatemedizin sehr oft genutzt. Er erfährt derzeit dort eine gewisse Renaissance, ist aber primär der Naturheilkunde vorbehalten. Wissenschaftliche Studien zur Wirkung und Wirksamkeit sind praktisch unbekannt.

 

Eigenbluttherapie

Das Ziel ist es hierbei, das körpereigene Immunsystem anzuregen. Es wird wöchentlich über einen längeren Zeitraum hinweg eine sich steigernde Menge an Blut aus der Vene entnommen und in die Haut des Bauches gespritzt.

Die Eigenbluttherapie gehört zu den etablierten Verfahren der Naturheilkunde. Von der Schulmedizin wird sie zumeist abgelehnt, obwohl sich die Kenntnisse der immunologischen Wirkungen mehren. Die Wirkung und Wirksamkeit der Eigenbluttherapie wurde bisher noch nicht ausreichend wissenschaftlich belegt.

 

Bindegewebsmassage

Durch ziehende Griffe auf der Haut werden lokale, hauptsächlich auch durchblutungsfördernde Maßnahmen eingeleitet, welche gezielt durch die behandelten Reflexzonen auf die zugehörigen Organe wirken sollen.

 

©2015 Nicoletta Babari